Informationen zur Technik
Jede der beiden von mir benutzten Wetterstationen sind vom Hersteller Davis. Sie bestehen grundsätzlich aus den Komponenten: Wetterhütte, Windmesser, Konsole, Datalogger und Software für die Datensammlung.
Die Wetterhütte
In der Wetterhütte der Station sind die Sensoren zu Messung der Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlagsmenge, UV-Strahlung und Solarstrahlung untergebracht. Die Energieversorgung der Station geschieht mittels einer Solarzelle. Diese versorgt nicht nur die Elektronik der Wetterhütte mit Energie, sondern läd zum Beispiel bei der am Standort Elversberg eingesetzten Wetterstation (Davis Vantage2 pro) auch zwei Akumulatoren. Diese Akus speisen einen Lüfter, der 24 Stunden am Tag einen konstanten Luftstrom in der Wetterhütte erzeugt. Damit wird bei den Temperatur und Luftfeuchtesensoren ein konstanter Messwert auch bei starker Sonneneinstrahlung erreicht. Neben den schon angesprochenen Sensoren ist auch der Nierderschlagsmesser an der Wetterhütte untergebracht. Dieser besteht aus einem Trichter der den Niederschlag sammelt und durch eine Öffnung im Boden zu einer kleinen Wippe leitet. Ist nun genügend Wasser auf der einen Seite der Wippe gesammelt, kippt diese nach unten, und wird dabei gleichzeitig entleert. Auf jede Seite der Wippe passen 0,2mm² Niederschlag. Ein unter der Wippe angebrachter Reedkontakt registriert das Kippen mit einem Impuls. Daher erhöht sich der gemessene Niederschlag mit jedem kippen der Wippe um genau 0,2mm². Gleich neben dem Trichter für die Niederschlagsmenge sind die Sensoren für die Messung der UV und Solarstrahlung untergebracht.
Der Windmesser
Beim Windmesser handelt es sich um eine Schalenanemometer. Es ist mit drei Schalen ausgestattet, die in ihrer Form und Größe in etwa in der Mitte halbierten Tischtennisbällen gleichen. Die Schalen sind mit dünnen Armen an einer zentralen, sich sehr leicht drehenden Achse befestigt. Sobald sich nun Wind in den Schalen fängt, werden diese in Rotation um die zentrale Achse versetzt. Ein Reedkontakt nimmt die Drehung in Form von Impulsen auf, die an die Elektronik der Wetterstation weitergeleitet werden. Je mehr Impulse, desto höher ist die Windgeschwindigkeit.
Ein weiterer Sensor ist der Windrichtungsgeber. Dieser besitzt eine Windfahne die sich mit dem Wind ausrichtet und über einen kleinen Drehwinkelgeber die aktuell anstehende Windrichtung an die Elektronik der Station weiterleitet. Aus diesen Werten ergibt sich dann die Windrichtung in Form eines Vollkreises (360°).
Die Konsole
Bei der Konsole handelt es sich um das Gehirn der Station. Alle gemessenen Daten werden zu ihr mittels Funkstrecke von den Aussensensoren übertragen (Wetterhütte, Windmesser). Des weitern ist die Konsole mit einem Display ausgestattet um die Messwerte auch ohne PC ablesen zu können.
Der Datalogger
Dieses kleine Modul stellt die Verbindung zwischen Wetterstation und PC her. Es gibt sie mit verschiedenen Schnittstellen wie zum Beispiel mit serieler oder USB-Schnitstelle. Sogar eine Ausführung mit LAN-Anschluss ist mittlerweile erhältlich. Für meine Zwecke allerdings reicht die USB-Schnittstelle völlig aus.
Die Software
Es gibt mannigfaltige Auswahl an Wetterstationssoftware. Da wäre zum einen WeatherLink der Firma Davis. Diese Software liegt jedem Datalogger bei. Sogar eine Version für MacOs ist erhältlich. Des weiteren gibt es noch Weatherdisplay von Brain Hamilton. Diese Software setze ich ein um meine gemessenen Daten auf die Webseite zu bringen. Sie hat meines Wissens nach den mit Abstand größten Funktionsumfang. Leider ist sie auch die am schwersten zu bedienenste Wetterstationssoftware die ich kenne. WS-Win von Werner Kern sollte an dieser Stelle auch erwähnt werden. Diese Software hat ebenfalls einen großen Funktionsumfang, ist aber wesentlich leichter zu bedienen als beispielsweise Weatherdisplay.
Die Software, in meinem Fall Weatherdisplay, nimmt nun die Messwerte von der Konsole entgegen und verarbeitet sie entsprechend der Konfiguration, wie vom Benutzer eingerichtet. Den vollen Funktionsumfang von Weatherdisplay an dieser Stelle zu erläuteren würde den Rahmen sprengen. Das Ergebnis allerdings ist auf meiner Webseite Wetterbase.de für jeden Betrachter ersichtlich.
